Geschichte

Das Anwesen San Antonio, auch bekannt als die Goldene Farm, liegt hoch auf dem nördlichen Hügel über dem

herrlichen Hafen von Mahon auf der balearischen Insel Menorca.

 

Die Landung der Truppen des Königs Alfonso d. III. an den Ufern der Finka am 17.Januar 1987, Tag des Heiligen St. Antonio, führte zur Rückoberung der Insel Menorca, welche zuvor von den Mauren beherrscht  wurde und zur Namensgebung des geschichtsträchtigen Anwesens. Im Laufe der Jahrhunderte war die Goldene Farm stets eng verbunden mit den geschichtlichen Ereignissen auf der Insel. Zahlreiche bekannte historische Persönlichkeiten hatten sie besucht und standen in enger Verbindung mit der Familie der Besitzer.

 

Historiker erwähnen einen Vorfall welcher im Jahre 1535 stattfand, als der Pfarrer Mossen Bartolomé von Mahon den Hafen durchschwamm um von dem Verwalter des Anwesens ein Pferd zu erbitten. Bewaffnete Männer aus benachbarten, umliegenden Dörfern wurden dringend benötigt. Barbarojja der berüchtigte, maurische Pirat hatte die Stadt Mahon überfallen und mit der Plünderung begonnen. Diese Invasion und weitere nachfolgende waren stets mit dem Anwesen San Antonio verbunden. Sein priveligierter Standort, seine hervorragende, strategische Aussicht auf den gesamten Hafen einschliesslich seiner Mündung hatten entscheidend dazu beigetragen.

 

So auch im Jahre 1781, als die französischen Truppen unter Befehl des Herzogs von Crillon am Strand von Cala Mesquida, zugehörig zur Goldenen Farm, landeten, wo sie sich über einen längeren Zeitraum aufhielten. Die wohl bekannteste historische Persönlichkeit, welche sich in diesem geschichtsträchtigen Hause aufhielt, war wohl Admiral Lord Nelson, welcher seine gesamte Flotte im Sommer 1800  im Schutze des Hafens von Mahon liegen hatte. Es gefiel ihm sich im Herrenhaus aufzuhalten und das herrliche Panorama zu geniessen. Die Legende berichtet, dass er sich hier mit Lady Hamilton traf.

 

Weitere Persönlichkeiten, die Beziehungen zur Familie von San Antonio pflegten, waren die Königin von Österreich, Isabel von Wittelsbach, bekannt als Sissi. Die letzte Königin von Italien, Maria Jose von Belgien. Der Prinz von Wales, Edward d. VI. mit seiner Frau Prinzessin Alexandra und ihren Töchtern Victoria und Maud mit Prinz Charles von Dänemark, späterer König Haakon von Norwegen, welche die berühmte Langustensuppe, zubereitet von der Familie des Hauses, genossen. Der Hohenzoller Kaiser, Wilhelm der II. von Deutschland, welcher die Finka besuchte, nutzte die Gelegenheit um Blumen auf das Grab seines Freundes, Leutnant von Bunsen zu legen, begraben auf dem englischen Friedhof, welcher sich auf dem Gelände der Finka befindet.

 

Im Jahre 1900 wurde ein Teil des Landes der Finka, zur Erbauung des Kanals San Jorge abgetreten, da sich bereits einige Schiffbrüche bei der Übersetzung von Militär, zwischen der Halbinsel La Mola und Mahon ereignet hatten.

 

Architektonisch gesehen, aufgrund der Maßstaebe des Dachgewölbes, wird der älteste Teil des Hauses dem 13.Jhd. zugeordnet. Seine berühmte Fassade, eines der Symbole des Hafens von Mahon, ist ein klares Beispiel des Neo-Paladino Stiles, eingeführt von den Engländern während ihrer Herrschaft auf der Insel im 18.Jhd.

 

Gegenwärtig werden die Gärten dieses herrlichen Hauses, welches mehr als 400 Jahre im Besitz der  Familie ist, verschönert und umgestaltet. Ferien auf dem Lande sind vorgesehen. Hochzeiten, Kongresse und private Versammlungen werden im Außenbereich, unter dem Dach der Geschichte, mit einer der herrlichsten Aussichten der Insel abgehalten.

 

Die Nutzung des Innenbereiches ist der privaten Nutzung vorbehalten, obwohl Führungen kurzfristig angefordert, möglich sind.